The Clients - Funk Stimmung pur im Jazzclub

Tagblatt Online, 31. Januar 2011 02:38:00 Funk-Stimmung pur im Jazzkeller

The Clients und das begeisterte Publikum wurden im Rorschacher Jazzclub ein Team. (Bild: Bild: Rudolf Käser)

Der Jahresauftakt des Jazzclubs Rorschach lässt wieder viele Erwartungen aufkeimen. Die fünf international erprobten Musiker von The Clients setzen im Jazzkeller des Seerestaurants eine bemerkenswerte Note.
Müde, mühsame Konzerte prägten noch nie Abende des Jazzclubs Rorschach. Auch die Verpflichtung der Funk-, Soul- und R&B-Gruppe The Clients entpuppte sich als Volltreffer. Die fünf international erprobten Musiker setzten mit ihrem heissen, stiltreuen Groove eine Marke. Die Ankündigung «Wir sind ein Team, denn wir brauchen euch und ihr braucht uns» von Dave Feusi (Sax, Vocals) zu Konzertbeginn erwies sich nie als leere Floskel. Wie nach einem Startschuss entzückten The Clients mit einem vielfältigen Repertoire, auch mit Stücken von ihrer neuesten CD «Reloaded». Sozusagen mit einem Steilpass lancierte Dave Feusi den Abend und die Stimmung. Beinahe in ekstatischer Manier wirkte er mit Saxophon und Gesang auf das Publikum. Dieses reagierte rasch, wurde sogleich in den Bann gezogen, trug zur Teambildung bei, wie sich Dave Feusi das vorstellte. Immer wieder starker Szenenapplaus zeugte davon, dass The Clients viele musikalischen Geschmacksrichtungen befriedigen. Andy Leumann und seine Crew vom Jazzclub Rorschach wussten ganz genau, was sie mit The Clients für ihr zahlreiches Stammpublikum, aber auch speziell für Funk-Fans, verpflichteten. Lange habe man versucht, die Band nach Rorschach zu holen, nun endlich sei es gelungen. «Spielfreude» oder «Band mit eigenem Groove» lauteten anerkennende Urteile. Der prägnante Groove, den die fünf Musiker erzeugten, war wie ein nie erlahmender Pulsschlag, ein Rhythmusgenuss durch und durch. Die Einheit, in welcher die Band intonierte, erlahmte im Rorschacher Jazzkeller nie. Dave Feusi, Marco Figini (Guitar), Peter Wagner (Keys), Thomy Jordi (Bass) und Christian Niederer (Drums) gaben alles, was sie zur Verfügung haben, und das ist beileibe nicht wenig.